der Großen Wasser

Indianer – Die Rolle der Frau

Filme und Bücher – oft wird ein sehr einseitiges Bild über die Rolle der Frau bei den Indianern vermittelt.

Für viele Menschen des Westens waren die Ehefrauen und Mütter der Indianer unterdrückte Personen. Sie hatten Feldarbeit zu verrichten, zu kochen, die Kinder zu gebären und groß zu ziehen und vielerlei Plackerei zu ertragen. Eine solche, aus Unkenntnis und Unverständnis geborene Sichtweise, läßt leicht vergessen, dass eine Frau sich in ihrer durch die Traditionen vorbestimmten Rolle wohlfühlen kann, ja, sie sogar als eine priviligierte Selbstverständlichkeit empfindet, weil sie sich als ein wichtiger, ebenbürtiger Teil eines Ganzen empfindet.

Das Leben vieler Indianerinnen war voller Mühsal und Plackerei, genau wie bei den meisten Frauen in Deutschland in den Generationen vor uns.

Anders als bei uns hatten die Indianer-Frauen jedoch ein ganz anderes Selbstverständnis von ihrem Leben und ihrer Aufgabe in der Gesellschaft und das machte sie im Vergleich zu vielen modernen Frauen heute innerlich frei.

© Piumadaquila - Fotolia.comDie Frauen hatten die Aufgabe das dörfliche Leben in Gang zu halten, für den Fortbestand der Familie zu sorgen und die Mythen und Bräuche zu bewahren. Diese mühsame Arbeit trug ihnen innerhalb einer indianischen Gruppe, eines Stammes und auch darüber hinaus ein großes Maß an Anerkennung ein.

Zu ihren Tätigkeitsfeldern gehörten das Herstellen von Kleidung und Mokassins. Besonders schön bestickte Kleidungsstücke, Korbflechtarbeiten, Töpfereiprodukte oder eine große Zahl von gegerbten Fällen, konnten einer Frau ein ebenso hohes Ansehen verschaffen, wie einem Krieger seine Tapferkeit.

Die Frauen waren stolz auf ihre künstlerische Rolle, erforderte sie doch besondere Geschicklichkeit, Kreativität und Schöpfertum.

Das Gebären von Kindern, um den Fortbestand des Stammes zu sichern, sowie die wichtige Aufgabe der Erziehung, war eines der zentralen Themen. Meist lebten die Indianerfrauen in einer fröhlichen Gemeinschaft, in der man gemeinsam die Aufgaben  meisterte und immer Unterstützung erhielt.


Und gerade daran mangelt es in unserer Gesellschaft. Viele Menschen verzichten freiwillig auf das was Geborgenheit und ein Zugehörigkeitsgefühl gibt – auf die Gemeinschaft, in der man gemeinsam den Herausforderungen des Lebens gegenübertreten kann.

Eines der heiligen Gesetze der Indianer lautet:

„Alles ist von der Frau geboren. Alles Leben gelangt durch den weiblichen Aspekt zur Existenz, und deshalb soll die Frau geehrt und geachtet werden. Die Erde ist unsere Mutter.“


Weitere Informationen zur Rolle der Frau bei den Indianern gibt es auf: www.indianerwww.de

 

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